Motor-Instandsetzung

Mitunter ist es erforderlich, einen Motor wieder instand zu setzen. Eine Motor-Instandsetzung ist immer dann erforderlich, wenn eine einfache Motor-Reparatur keinen Erfolg verspricht. Das kann beispielsweise bei einem kapitalen Motorschaden der Fall sein. Solche Schäden treten oftmals auf, wenn der Zahnriemenwechsel versäumt wurde. Dann reißt der Zahnriemen und die Ventilsteuerung fällt aus. Dadurch kollidieren die Kolben mit den Ventilen.

Ein weiterer Grund für eine Motor-Instandsetzung ist der Verschleiß. Weist ein Motor eine sehr hohe Laufleistung auf, führt dies unweigerlich zum Verschleiß an den beweglichen Teilen. Auch in solchen Fällen kann eine normale Motor-Reparatur keine Abhilfe schaffen. Dann ist eine vollständige Instandsetzung des Motors erforderlich.

Was wird bei einer Motor-Instandsetzung gemacht?

Bevor die eigentliche Arbeit beginnt, werden die Schäden genauer aufgelistet. In der Regel werden die Zylinder-Buchsen und die Kolbenringe erneuert. Mitunter müssen aber auch die Kolben ausgetauscht werden. Die Kurbelwelle wird auf Unwucht überprüft und gegebenenfalls ausgewuchtet. Ist sie verzogen, muss sie natürlich ersetzt werden. Auf jeden Fall gehört zu einer Motorinstandsetzung die Erneuerung der Kurbelwellen- und Pleuellager.

Der Zylinderkopf wird demontiert. Da sich die Form eines Zylinderkopfes im Laufe der Jahre leicht verändert, müssen die Dichtungsflächen wieder plan geschliffen werden. Die Ventilsitze werden ausgefräst, damit die neuen Ventile einen perfekten Sitz bekommen. Erfolgt bei dem Motor die Ventilsteuerung mittels Stößel, werden auch diese erneuert. Eventuell ist auch eine Erneuerung der Nockenwelle erforderlich. Das zeigt sich erst bei der Arbeit.

Der Zusammenbau des Motors

Nachdem die defekten oder verschlissenen Komponenten des Motors erneuert wurden, erfolgt der Zusammenbau. Dabei werden natürlich neue Dichtungen montiert. Dazu gehören unter anderem die Ölwannendichtung, die Zylinderkopfdichtung sowie die Dichtungen für den Ansaug- und Auspuffkrümmer. Hier ein paar wenige der vielen Einzelteile eines Motors:

Anschließend muss die Einstellung der Ventilsteuerung erfolgen. Da der Motor ohnehin zerlegt war, wird auch gleich ein neuer Zahnriemen oder eine neue Steuerkette montiert. Dabei muss äußerst präzise vorgegangen werden. Für erfahrene Kfz-Mechaniker ist dies aber kein besonders großes Problem. Zum Schluss wird dann das Motoröl aufgefüllt. Danach erfolgt der erste Motorstart.

Wo erfolgt eine solche Motorreparatur?

Grundsätzlich kann eine Motor-Instandsetzung in jeder Kfz-Werkstatt durchgeführt werden. Mittlerweile haben sich aber auch schon einige Betriebe auf Motor-Reparaturen und -Instandsetzungen spezialisiert. Da derartige Unternehmen auch über alle erforderlichen Spezialwerkzeuge verfügen, erledigen sie eine Motor-Reparatur in der Regel schneller und somit auch günstiger als „normale“ Kfz-Werkstätten.

Vor einer solch aufwendigen Reparaturmaßnahme sollte daher geprüft werden, wo es besonders günstige Angebote in diesem Bereich gibt. Mitunter bieten Betriebe auch komplette Instandsetzungen eines Motors zu einem Festpreis an. Dann weiß der Auftraggeber bereits im Voraus, welche Kosten auf ihn zukommen.

Was gibt es nach einer Motorinstandsetzung zu beachten?

Nach der Motor-Instandsetzung muss dieser wieder wie ein neuer Motor eingefahren werden. Die zahlreichen neuen Teile müssen sich erst einlaufen. Das geschieht in der Regel in den ersten tausend Kilometern nach der Instandsetzung. Während dieser Zeit sollte zunächst in einem niedrigen Drehzahlbereich gefahren werden. Der Motor sollte nach einer Motor-Instandsetzung nicht zu sehr belastet werden, optimal zum Einfahren eignen sich längere Fahrten mit geringer bis mittlerer Geschwindigkeit.

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